2. Bundesliga, Frauen:

Leistungsplus nach der Pause

Am Ende mit 35:29 gewonnen, dabei in den letzten Spielminuten den Heimsieg über Werder Bremen routiniert über die Bühne gebracht – solch ein positives Ende schien für den Zweitliga-Tabellenzweiten TG Nürtingen am Samstagabend nach dem Verlauf der ersten Halbzeit kaum denkbar. In den ersten 30 Spielminuten hatte das Team von Manel Cirac vor 880 Zuschauern in der Sporlastic-Arena erhebliche Mühe mit dem schnellen Spiel der Bremerinnen, bekanntlich mit der ganz frischen Referenz eines Sieges über Spitzenreiter HC Leipzig am Neckar angerückt. Die Gäste kamen immer wieder zu einfachen Treffern. Lange gab Werder somit den Takt vor, führte, und erst kurz vor der Pause bekamen die Gastgeberinnen mehr Zugriff. Der 20:18-Pausenstand deutete auf eine Trendwende im Match hin. „Wir waren nicht diszipliniert“, zeigte sich TG-Trainer Manel Cirac mit der Abwehrperformance speziell vor der Halbzeitpause alles andere als zufrieden, lobte dagegen die Offensive. Vor allen Dingen Spielgestalterin Lisa Fuchs (15 Tore insgesamt, alle neun Siebenmeter verwandelt) war es sehr wesentlich zu verdanken, dass die Partie letztendlich pro Nürtingen entschieden wurde. In der zweiten Halbzeit stimmte die Balance zwischen Defensive und Offensive insgesamt besser. Dem Erfolg förderlich auch, dass Annika Distel mit dynamischen Einzelaktionen immer wieder Lücken riss. Die TG zog auf 24:19 davon (37.). „Da haben wir gemerkt, dass wir sie kontrollieren können“, betonte Lisa Fuchs nach Matchende. Diese neuen Stabilität im Spiel verhalf zum einem Vorsprung von bis zu acht Toren. Die „Neckarmädels“ verteidigten durch den 15. Saisonsieg Tabellenplatz zwei. Kommenden Freitag steigt für das Cirac-Team das schwäbische Prestigeduell beim VfL Waiblingen.

Website Gegner

SV Werder Bremen