2. Bundesliga, Frauen:
TG fordert Spitzenreiter-Bezwinger heraus
Was für eine Referenz vor dem Auftritt beim Tabellenzweiten TG Nürtingen: Werder Bremen hat vergangenen Samstag durch den Triumph über Spitzenreiter HC Leipzig für viel Gesprächsstoff in der Szene gesorgt. Nürtingens Trainer Manel Cirac sieht sich durch den aktuellen Werder-Coup in seiner These bestätigt, dass vermeintliche Außenseiter zu außergewöhnlicher Performance fähig sein können. „Sie haben gegen Leipzig auf einem Top-Niveau gespielt“, weiß der Coach und ahnt, dass viel Konzentration und Präzision nötig sein dürfte, um den Tabellenachten am Samstagabend in der Sporlastic-Arena zu bezwingen. TG-Kapitänin Lisa Wieder rechnet ebenso mit einem spannenden Duell: „Bremen wird mit Rückenwind und Selbstvertrauen zu uns kommen. Wir wollen auf jeden Fall ein besseres Spiel zeigen als zuletzt in Rostock.“ An der Ostsee siegten die „Neckarmädels“ vergangenen Samstag nach eher zähem Spielverlauf 29:26. Generell sind die Bremerinnen gut drauf, fünf Siege gab’s aus den acht Partien seit der WM-Pause. Die schwere Verletzung von Kapitänin Alina Defayay in der Frühphase des Leipzig-Matchs (Riss des vorderen Kreuzbandes) bedeutet allerdings einen herben Tiefschlag. „Wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren“, fordert unterdessen Cirac. Gegen Bremen wird ihm dabei derselbe Kader (die verletzten Rückraumakteurinnen Leonie Dreizler und Michelle Schäfer fehlen weiterhin) wie in Rostock zur Verfügung stehen. „Ich bin sehr zufrieden mit den Mädels und wir wollen weitere Schritte machen“, betont der Nürtinger Coach. Ein Sieg gegen den Spitzenreiter-Bezwinger aus Bremen würde auf jeden Fall Tabellenplatz zwei festigen. Das Hinspiel am 4. Oktober des vergangenen Jahres in der Hansestadt gewannen die „Neckarmädels“ 34:24.


