2. Bundesliga, Frauen:

Vom Neckarufer an die Ostseeküste

Der Tabellenzweite TG Nürtingen steht am Wochenende vor der längsten Tour in dieser Saison. 878 Straßenkilometer weisen die einschlägigen digitalen Tourenplaner für die Strecke von der Hölderlinstadt bis zur Fiete-Reder-Sporthalle in Rostock aus. Fast schon logisch, dass sich die Mannschaft plus Betreuerteam bereits am Freitag per Bus auf den Weg Richtung Ostsee macht. Nach einer Übernachtung in Wismar folgt am Samstagabend ab 18.30 Uhr das Match beim Zweitliga-Aufsteiger Rostocker HC. Danach folgt direkt der Trip zurück ins Schwabenland. Der hohe 45:27-Erfolg über den RHC im Hinspiel stellt dabei für Nürtingens Trainer Manel Cirac keinen Maßstab dar. „Am Samstag wird es ein anderes Rostock sein“, vermutet der 37-Jährige. Das hätten zuletzt auch andere Teams erfahren. Der HSV Solingen-Gräfrath beispielsweise gewann in Rostock knapp mit 28:26, Regensburg 34:31. „Einen schwierige Abend“, hätten die beiden Teams in Rostock erlebt, so Cirac. Drei Partien (von neun) gewannen die Rostockerinnen in eigener Halle. Der Aufsteiger hat aktuell sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, kassierte jedoch in den vergangenen sieben Partien sechs Pleiten. „Sie haben eine gute Qualität, eine sehr junge Mannschaft, und einige Spielerinnen sind Deutscher Meister in der A-Jugend geworden. Das Handballverständnis ist absolut da“, warnt Cirac. Grundsätzlich schätze er die Rostockerinnen einen Tick stärker ein als die HSG Freiburg, Gegner der TG am Spieltag zuvor. Für den Liga-Zweiten ist es derweil bereits das neunte Spiel innerhalb der vergangenen acht Wochen. Im Nürtinger Kader fehlen weiterhin die Rückraumspielerinnen Michelle Schäfer und Leonie Dreizler – damit wichtige Optionen in einem dicht getakteten Terminkalender. Gegen Freiburg spielten im Rückraum Lisa Fuchs, Lisa Wieder und Annika Distel zumeist durch.

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Rostocker HC