2. Bundesliga, Frauen:
1. FSV Mainz 05 – TG Nürtingen
TGN erobert Tabellenplatz zwei zurück
Es gibt schlüssige Gründe dafür, warum sich die TG Nürtingen auswärts nun auch in Mainz mit zwei Punkten eingedeckt hat. „Weil wir wieder extrem diszipliniert und fokussiert geblieben sind, insbesondere die Abwehr hat in der zweiten Halbzeit bei nur elf Gegentreffern sehr gut gearbeitet“, stellte Nürtingens Coach Manel Cirac nach dem zwölften Saisonsieg plus Rückeroberung von Tabellenplatz zwei fest. Das vermeintlich komplizierte Match beim FSV entwickelte sich vor allen Dingen nach der Pause zur klaren Angelegenheit – wie eine Woche rheinabwärts das Duell in Kamp-Lintfort. 34:19 das Schlussergebnis an der niederländischen Grenze, 36:24 jenes am Samstagabend. Dass den TG-Akteurinnen dabei in den ersten fünfeinhalb Minuten der Partie kein Tor glückte, passte gar nicht ins Gesamtbild. „Der Start war wirklich durchwachsen, aber wir haben uns schnell gefangen und unser Spiel durchgezogen“, zeigte sich TG-Kapitänin Lisa Wieder absolut einverstanden mit der Team-Performance in den restlichen rund 54 Minuten. 548 Treffer hat die Turngemeinde nun in dieser Runde geschossen – Bestwert in der zweiten Bundesliga. Mehr als ein Fünftel davon (116) hat Lisa Fuchs erzielt, allein zwölf in Mainz. Die Rückraumakteurin steuerte das Spiel der TG wie gewohnt, verwandelte alle sich bietenden fünf Siebenmeter, glänzte unter anderem mit Schlagwürfen. Bis zur Halbzeit (13:17-Rückstand) hielten die Gastgeberinnen noch einigermaßen mit, nach dem Seitenwechsel nahm die TG-Dominanz frappierend zu. Der Treffer von Annika Distel zum 31:19 (48.) sorgte erstmals für einen Abstand von zwölf Treffern. „Natürlich gefällt uns die Tabellensituation gut“, kommentierte Kapitänin Wieder die Rückkehr auf Tabellenplatz zwei. Schließlich könne angesichts der engen Tabellenlage „am Ende jedes Tor über die Platzierung entscheidend sein“. Der HC Rödertal hat als Tabellendritter dieselbe Punkteausbeute (24:8) wie die Nürtingerinnen, die Füchse Berlin liegen als Tabellenvierte zwei Pluspunkte zurück. Kommenden Samstagabend treffen die „Neckarmädels“ in der heimischen Sporlastic-Arena im württembergisch-badischen Duell auf die HSG Freiburg.


