2. Bundesliga, Frauen:
Füchse Berlin – TG Nürtingen
TGN verliert Spiel und Tabellenplatz zwei
Auch im neunten Anlauf sollte es nicht sein: Die „Neckarmädels“ sind bei den Füchsen Berlin erneut sieglos geblieben, waren aber am Samstagabend phasenweise nah dran, die Negativserie zu beenden. Vor allen Dingen vor der Pause trat die TG Nürtingen überzeugend auf, steckte einige Personalien erstaunlich gut weg. So musste neben den verletzten Rückraumakteurinnen Leonie Dreizler und Michelle Schäfer auch der erkrankte Coach Manel Cirac passen. „Er hatte uns im Vorfeld taktisch gut auf das Spiel eingestellt und mir wichtige Hinweise gegeben“, berichtete Teambetreuerin Marie-Christine Beddies. Die einstige TG-Spielerin agierte am Samstagabend in der Charlottenburger Sporthalle kurzfristig als Taktgeberin an der Seitenlinie, trat dabei äußerst engagiert auf. Ihr Fazit: „Wir haben alles gegeben und als Team zusammengehalten.“ Nach gutem 4:0-Start der TG kamen die „Füchse“ in Fahrt. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. 13:13 lautete der Zwischenstand nach 30 Minuten. Das 16:15 durch Lisa Fuchs (mit insgesamt zehn Toren erfolgreichste Werferin am Abend) sorgte dann letztmalig für eine Turngemeinde-Führung. Bis zu drei Treffer setzten sich die Berlinerinnen ab, blieben jedoch auf Schlagdistanz. „Wir haben uns oftmals zurückgekämpft und sind entsprechend enttäuscht“, merkte Kapitänin Lisa Wieder an. 63 Sekunden vor Spielende schien jede Hoffnung entschwunden. Die TG kassierte nicht nur eine Zeitstrafe, sondern Sekunden später das 25:27. Lisa Fuchs gelang in Unterzahl postwendend das 26:27. Für Diskussionen sorgte noch die letzte Angriffsaktion des Matchs: Nürtingens Rechtsaußen Nina Fischer sprintete bei einem Konter Richtung Kreis, Berlins Akteurin Michelle Stefes kreuzte flugs in robuster Weise den Laufweg, verhindert den Torwurf. „So eine Aktion am Schluss eines Spiels ist natürlich auch für die Schiedsrichter schwierig, dennoch hätten wir uns zumindest gewünscht, dass direkt die Spielzeit angehalten wird“, kommentierte Kapitänin Wieder jene Momente, die im Idealfall das 27:27 hätten bringen können. Tabellarisch hat die Niederlage für die Nürtingerinnen mit dem Fall von Platz zwei auf vier spürbare Folgen. Kommenden Samstag erwarten die „Neckarmädels“ in der Sporlastic-Arena den Liga-Siebten Bergischer HC.


