2. Bundesliga, Frauen:
SG 09 Kirchhof – TG Nürtingen
Selbstbewusst nach Nordhessen
Zwei Tage vor Jahresende die Gelegenheit für zwei Punkte: Nach der knappen Niederlage im Topspiel beim HC Leipzig will der Tabellenvierte TG Nürtingen eine zuletzt eher magere Ausbeute bei Auswärtspartien beenden. Dass die Turngemeinde bei den vergangenen Gastspielen in Solingen, Regensburg und eben beim HC Leipzig jeweils knapp unterlag, wird am Neckar jedoch nicht überbewertet. „Diese Erkenntnis spielt für mich keine Rolle“, betont Gunnar Fischer, nimmt viel mehr das jüngste Leipzig-Match als Maßstab. „Wenn wir so spielen, schlägt uns außer dem HC in dieser Liga wohl niemand. Für uns ist wichtig, dass wir gegen die SG Kirchhof gewinnen, auch im Hinblick auf unser kommendes Heimspiel am 3. Januar“, macht Nürtinger Handball-Abteilungsleiter deutlich. Die „Neckarmädels“ hatten vom 23. bis 25. Dezember trainingsfrei, stiegen am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder ein. Wegen eines Fußballturniers ging dabei die letzte Einheit des Jahres am 27. Dezember nicht in der heimischen Eisenlohrhalle vonstatten, sondern im benachbarten Wolfschlugen. Die durchaus unglückliche Niederlage beim weiterhin verlustpunktfreien Spitzenreiter in Leipzig scheint das TG-Team gut verkraftet zu haben. „Da gibt es nichts zu verdauen“, ordnet Gunnar Fischer etwaige Spätfolgen ein. Man habe wie in den Pokalspielen gegen die Erstligisten aus Metzingen und Oldenburg erneut gesehen, dass die „Neckarmädels“ ebenso mit Topmannschaften der Zweiten Liga mithalten können. Die letzte Aufgabe des Jahres wartet am Sonntag ab 16 Uhr. Der „Handball-Silvesterkracher“, wie ihn die SG Kirchhof der Klub-Homepage tituliert, wird in der Arena Rotenburg an der Fulda ausgetragen, einst Spielstätte des Männer-Bundesligisten MT Melsungen. Eine der Kirchhof-Neuen weist eine TG-Vergangenheit auf, wurde in der Nürtinger Nachbarstadt Esslingen geboren: Torhüterin Lena Schmid wollte eigentlich zur HSG Bad Wildungen wechseln, als diese jedoch aus der zweiten Liga abstieg, kam es stattdessen zum Transfer nach Nordhessen.


