2. Bundesliga, Frauen:

Werder Bremen – TG Nürtingen

TG gastiert beim Mitaufsteiger 2015

Altbekannte Route, erstmaliges Abweichen von der Routine: Vor der Abreise zum Match beim SV Werder Bremen streut die TG Nürtingen in der heimischen Eisenlohrhalle am Freitagmorgen noch eine Trainingseinheit ein. „Das habe ich früher als Profi oft so gehabt und gute Erfahrungen damit gemacht“, argumentiert Coach Manel Cirac bezüglich dieses gewollten Änderns der Routine speziell bei Trips in den hohen Norden. Nach dem ersten Etappenziel Melsungen folgt am Samstag die Reststrecke in die Hansestadt. Bremen? Zuletzt kein gutes Pflaster. Den letzten Sieg der Neckarmädels an der Weser gab es am 19. März 2022 (27:20). Reizvolle Vorzeichen also für das Dauerbrenner-Duell der beiden Zweitliga-Aufsteiger des Jahres 2015. Die Bremerinnen haben zwar erst zwei Pluspunkte verbucht, mit dem ESV Regensburg sowie den Titelanwärtern HC Rödertal und HC Leipzig jedoch schwierige Aufgaben zum Auftakt. Einige gestandene Spielerinnen wie zum Beispiel die einstige Nürtingerin Mathilda Häberle (pausiert studienbedingt) stehen im Vergleich zu früheren Spielzeiten nicht mehr im Kader. „Das ist eine ganz andere Mannschaft“, folgert Manel Cirac. Dreh- und Angelpunkt bei den Bremerinnen sei die frühere Juniorennational- und Erstligaspielerin Leni Ruwe (Halle-Neustadt, Blomberg-Lippe). Für die Spielerinnen der TG Nürtingen ist es die erste lange Anreise zu einem Auswärtsspiel in dieser Saison – was Unwägbarkeiten bietet. Das Selbstvertrauen des Nürtinger Teams wurde in den vergangenen Wochen allerdings kräftig gestärkt. 6:0-Punkte stehen im Zweitligabetrieb auf dem Konto, zudem zwei begeisternde Heimauftritte im DHB-Pokal gegen die Erstligisten TuS Metzingen und VfL Oldenburg. Personell gestaltet sich die Lage bei den Neckarmädels ähnlich wie zuletzt beim knappen 28:29-Pokal-Aus gegen Oldenburg. Julia Symanzik und Luisa Bauder werden noch nicht spielen können, Michelle Schäfer eventuell.

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